Beifuß – Würzmittel der deftigen Speisen

Beifuß – auch als Weiberkraut oder Johannisgürtelkraut bekannt – wächst vorwiegend in Österreich. Seine Wuchshöhe von bis zu 2 Meter wird ab Juni geköpft, um die leckeren Triebspitzen zum Würzen zu nutzen. Frisch oder getrocknet, mit Beifuß würzt man deftige Fleischgerichte und verleiht dem Menü so ein herrliches Aroma.

Der leicht bittere Geschmack des Beifuß, der an  Minze und Wacholder erinnert, verfeinert den Gänsebraten ebenso, wie Ente, Lamm oder kräftige Fleischeintöpfe. Den Beifuß am besten mitkochen, dann entfaltet der Beifuß sein volles Aroma. Beifuß sollte kühl, dunkel und trocken gelagert werden, damit er seine Wirksamkeit und sein Aroma nicht verliert.

In der Heilkunde gilt der Beifuß übrigens als verdaungsfördernd und harntreibend. Wenn denn gar zuviel gegessen wurde, zückt der Beifuß sein drittes Highlight. Er ist auch krampfstillend. Einfach ein Allround Talent, oder?

Paprika edelsüß – natürliches Würzmittel für die verschiedensten Speisen

Die Gattung der Paprika gehört zu den Nachtschattengewächsen. Die Frucht der Paprika wird in der Küche als Paprikaschote bezeichnet, botanisch gehört sie allerdings zu den Beeren. Der Aufbau der Paprikafrucht besteht aus fester Schale, Fruchtfleisch und der Innenwand. An der Innenseite der Fruchtblätter befindet sich das plazentale Gewebe in Form von Scheidewänden. An diesen sitzen die Samen. Die Samen und die Scheidwände enthalten das für die Schärfe verantwortliche Capsaicin.

Paprika in Form von Paprikapulver wird in der Küche als Würzmittel verwendet. Besonders beliebt ist dabei das ungarische Paprikapulver edelsüß mit einer mittleren Schärfe und leicht süßlicher Note. Dieses Pulver wird aus getrockneten Paprika hergestellt. Die Paprikafrüchte werden nach dem Trocknungsprozess fein gemahlen.
Die Verwendung in der Küche ist dabei vielseitig. Auf jeden fall gehört das Paprikapulver edelsüß an jedes Gulasch. Aber auch für Fleisch, Geflügel- und Fischgerichte ist es zum Würzen geeignet. Soßen und Suppen können mit Paprika edelsüß abgeschmeckt werden.

Als Würze für die verschiedenen Gerichte sollte darauf geachtet werden, dass das Paprikapulver nicht angebraten wird. Es wird sonst bitter und verbrennt.

Paprika soll appetitanregende Wirkung haben, besitzt einen hohen Vitamingehalt und verbessert die Fließfähigkeit des Blutes. Damit ist das Würzen mit Paprikapulver gesund und schmackhaft.

Betelnuss oder Areca catechu

Eine besondere Palme trägt eine ganz besonder Frucht: Die Betelnuss. Sie ist in Asien ein weit verbreitetes Genussmittel mit einer angeblich stimulierenden und einer ganz leicht aphrodisierenden Wirkung. Gerade eine Stimmungshebung mit einer Steigerung der geistigen Leistung wird häufig beschrieben. Zur Einnahme kann die zerstoßene Nuss einfach mit Wasser vermischt werden. Eine andere Variante ist es, die zerkleinerte Frucht mit etwas Kalk zu vermischen und einige Minuten darauf zu kauen. Reste werden dann einfach ausgespuckt. Durch den Kalk soll die Aufnahme verbessert werden!

Aber etwas Vorsicht ist trotzdem geboten, da häufiger oder übermäßiger Verzehr zur Verfärbung im Mund führen oder eine Abhängigkeit verursachen kann. Auch Durchfall kann durch den Verzehr provoziert werden. Von einem Verzehr von über sechs Gramm am Tag wird abgeraten, pro Einnahme sollten nicht mehr als drei Gramm verwendet werden.
Alles in allem ein schöner Zeitvertreib mit einem prima Entspannungseffekt!

Anwendungsbeispiele basieren auf traditionellen Überlieferungen und sind allesamt nicht wissenschaftlich belegt!

 

Kümmel – Tee

Kümmel enthält viele ätherische Öle. Oft würzt man auch Essen mit den leckeren Körnern. Außerdem hat Kümmel zu dem guten und würzigen Geschmack auch noch heilende Wirkungen, wenn man diesen beispielsweise als Tee zubereitet.

Kümmel wird in erster Linie bei Verdauungsproblemen eingesetzt. Durch die Einnahme von Kümmel kann der Magen-Darmbereich wieder in Schwung gebracht werden. Aber auch bei Herz-Kreislaufproblemen sagt man dem Kümmel eine unterstützende Wirkung nach.

Bei stillenden Müttern wird Kümmel zudem oft eingesetzt um den Milchfluss zu steigern und eine erhöhte Milchproduktion zu erzielen.

Als Tee ist Kümmel sehr leicht bekömmlich und der starke und würzige Geschmack ist etwas neutraler. Eine leichte Zubereitung und schnelle Einnahme ist so gewährleistet. Zudem wird der Körper durch den warmen Tee schön von innen gewärmt und man fühlt sich wohler.

Zubereitung: Ein paar Kümmel-Körner einfach im Mörser zerstoßen, in einen Teebeutel oder Tee-Ei o.ä. geben, mit kochendem Wasser übergießen und ca. 6 Minuten ziehen lassen.

Kümmel

Ginsengpulver – gewonnen aus der “Wurzel des Lebens”

Aus der Wurzel des Asiatischen Ginseng (Panax ginseng) wird das uns bekannte Ginsengpulver gewonnen. Seit vielen Jahrhunderten wird Ginsengpulver in der asiatischen Medizin als wirksames, gut verträgliches Stärkungsmittel geschätzt. Längst hat auch die europäische Schulmedizin die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Kraftpflanze erkannt und nutzt das fernöstliche Geheimnis. Der im Koreanischen als “Wurzel des Lebens” bekannte Arzneiginseng verstärkt den Sauerstofftransport und wirkt allgemein leistungssteigernd. Müdigkeit, Schwächegefühle oder nachlassende Konzentrationsfähigkeit können mit hochwertigem Ginsengpulver leicht behandelt werden. Nicht nur zur Unterstützung der geistigen Spannkraft dient der hochreine Wurzelextrakt, auch während der Rekonvaleszenz nach der Krankheit bringt Ginsengpulver einen schnell wieder auf die Beine. Der stabilisierende Effekt der Wirkstoffe auf den gesamten Zellstoffwechsel führt zu einer gleichmäßigen Kräftigung. Die Anwendung ist einfach, es kann sich ein verbessertes Wohlbefinden einstellen. Ginsengpulver ist auch für Diabetiker geeignet (keine BE-Anrechnung) und eignet sich zur allgemeinen Einnahme wie auch zur Ginseng-Kur.

Lindenblüten – Die kleinen Helfer

Lindenblüten
Lindenblüten

Lindenblüten werden gerne als Heilmittel verwendet, da sie eine hohe Konzentration von aktiven chemischen Verbindungen aufzeigen. Sie gelten als nervenstärkend und Kräuterkenner wenden sie gegen Ruhelosigkeit, Hysterie oder Kopfschmerzen an. Gewöhnlich werden die doppelblütigen Lindenblüten zur Herstellung von Parfums gebraucht. Die Blattknospen und die jungen Blätter sind sogar roh verzehrbar. Lindenblütenarten werden auch als Nahrungspflanzen bei den Larven mancher Schmetterlingsarten verwendet.
Die meisten medizinischen Forschungen beschäftigen sich mit der Winterlinde, jedoch finden auch andere Arten ebenfalls medizinische Berücksichtigung. Die getrockneten Blüten und die Frucht selbst sind beide süßlich und klebrig. Lindenblütentee hat durch die aromatisch-ätherischen Öle, welche in der Frucht enthalten sind, einen angenehmen Geschmack. Die Blüten, die Blätter, das Holz und die Holzkohle (gewonnen aus dem Holz) werden für medizinische Zwecke eingesetzt. Aktive Bestandteile der Lindenblüten sind Flavonoide (die als Antioxidantien fungieren), ätherische Öle und klebrige Komponenten, welche Entzündungen mildern und lindern.
Lindenblüten als Tee: 1 EL Lindeblüten in eine große Tasse geben, mit kochenendem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend die Blüten absieben und den Tee mit etwas Honig süßen.

Nochmals der Hinweis: Alle Angaben entspringen taditionellen Überlieferungen, die bisher wissenschaftlich nicht bestätigt worden sind.

Rosmarin

Rosmarin ist ein immergrüner, würzig duftender, hellblau blühender Gewürzstrauch. Der lateinische Name lautet Rosmarinus officinalis, was so viel wie Tau des Meeres bedeutet und auf sein ursprüngliches Herkunftsgebiet im Mittelmeerraum hindeutet. Rosmarin gedeiht aber auch in unseren Breiten und ist eine Zierde im Stein- und Kräutergarten. Der Strauch kann bis zu zwei Meter hoch werden.

Rosmarin, Kräuter und Gewürze

Rosmarin, Kräuter und Gewürze

Rosmarin wird sowohl als Küchenkraut, als auch als Heilkraut verwendet. In der Küche verwendet man in erster Linie die grünen Rosmarinnadeln bzw. ganze Äste, die man während dem Kochen den Gerichten zugibt und vor dem Servieren wieder entfernt. Der leicht bittere Rosmarin eignet sich besonders als Zutat für Eintöpfe, Bohnen-, Quark-, Fleisch-und Fischgerichte. Speziell beim Grillen überträgt sich das Aroma des Rosmarins gut auf Gemüse, Fisch und Fleisch.

Als Heilkraut hat Rosmarin eine anregende, aber auch entspannende Wirkung. Rosmarin stärkt Herz und Kreislauf und lindert Kopfschmerzen. Zusätzlich wirkt er adstringierend, antibakteriell und entzündungshemmend sowie schmerzstillend.

Gewürze und Kräuter

Hier nun einige der häufigsten Kräuter und Gewürze und zu was sie alles zu gebrauchen sind:

Chili: Wer kennt das Gefühl nicht, dass man sich nach einer Speise wie ein feuerspeiender Drache fühlt? Chili ist der Klassiker unter den Scharfmachern. Fördert die Durchblutung und scharf macht auch den Hals und die Nase wieder frei.

Knoblauch: Ob in italienischen Pastagerichten oder zum Verfeinern von allerlei Gemüse. Knoblauch gibt eine natürliche Würze. Positive Nebeneffekte: Senkt den Blutdruck und den Cholesterinspiegel.

Muskat: Sehr lecker zu hellen Saucen und Suppen. Dieses Gewürz regt dazu die Stimmung und den Appetit an.

Petersilie: Praktisch zum “selberzüchten” auf jeder Fensterbank. Gut in Salaten oder für Kräuterquark. Kräuter wie Petersilie sind unter anderem verdauungsfördernd.

Pfefferminze: Ein Tee Klassiker gerade auch bei Bauchschmerzen gerne als Krampflöser genommen. Ob mit getrockneter oder frischer Minze als Tee, oder für Desserts ist Pfefferminz vielseitig einsetzbar.

Gewürze Kräuter
Gewürze Kräuter

Vanille: Ebenfalls unter den Tees bekannt, jedoch in noch vielen anderen Lebensmitteln wie Speiseeis, Puddings und Yoghurts, usw auffindbar.

Kräuter

Kräuter – natürliche Heilmittel aus dem Garten der Mutter Erde

Der aktuelle Trend heißt: Zurück zur Natur Dank der Kraft der Kräuter und Gewürze!

Tee, der aus natürlichen Heilkräutern zubereitet wird, schmeckt lecker und ist gesund. Die Wirkstoffe der kleingeschnittenen Kräuter gelangen mittels warmen Wassers auf schnellstem Wege in den menschlichen Kreislauf. Die heilende Wirkung der Kräuter und Gewürze kann sich daher auf schnellstem Wege entfalten und ist nebenbei absolut magenschonend. Kräutertee zu trinken fördert die Entspannung und sorgt zusätzlich auch noch für eine gemütliche Atmosphäre.

Aus Heilpflanzen hergestellte Kräuter sind mittlerweile selbst für die moderne Medizin von unschätzbarem Wert.
Das nötige Wissen über die Kräuter wurde jedoch bereits seit dem Altertum von Generation zu Generation weitergegeben. Die Kunst aus Kräutern Heilmittel herzustellen, tat man im Mittelalter als bösen Hexenzauber ab. Doch dank den weisen Frauen und ihrer Überlieferungen, können Sie sich heute die natürlichen Kräfte von Kräutern wie Salbei, Mistel, Johanniskraut, Pfefferminze und Co zu Nutzen machen.

Kräuter

Kräuter

Haben Sie Mut und schaffen Sie sich Ihre eigene Hexenküche aus Kräutern und Gewürzen an. Ihr Körper und Ihre Gesundheit werden es Ihnen danken! Egal ob frisch oder getrocknet, Kräuter und Gewürze sollten in keinem Haushalt fehlen.

Kräuter und Gewürze

Kräuter und Gewürze gehören zu einer Speise wie die Sonne zum Sommer.

Jede Speise braucht spezielle Kräuter und Gewürze, und jeder Nation hat bevorzugte Kräuter und Gewürze. Frische Kräuter sind immer etwas Besonderes und sollten in keinem Haushalt fehlen., Wenn man sie nicht im Garten ziehen kann, dann sollte man Kräuter in einem Blumentopf oder in einem Balkonkasten ziehen.

Viele Kräuter sind selbst zugleich auch Gewürze und geben Speisen eine besondere Feinheit. Zimt, Majoran, Kümmel, Safran, Lorbeer dies alles sind gesunde Gewürze, die der Verdauung förderlich sind.

Kräuter und Gewürze

Kräuter und Gewürze

Viele Gewürze wurden erst im Mittelalter, nachdem der Kaufleute in fremde Länder reisten, entdeckt und in unsere Breitengrade gebracht. Heute sind solche Gewürze nicht mehr von unserem Speiseplan weg zu denken.